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Kollagen für die Gelenke und Knorpel: Hilft es wirklich? 

Kollagen für die Gelenke und Knorpel: Hilft es wirklich? 

Kollagen ist als Strukturprotein vor allem dafür bekannt, unsere Haut zu straffen und unser Bindegewebe elastisch zu halten. Um die Wirkung, die Kollagen auf Gelenke und Knorpel hat, wissen hingegen die wenigsten.

Dabei spielt Kollagen auch beim Knorpelaufbau und für die Gelenke eine entscheidende Rolle

Was ist Kollagen eigentlich? 

Kollagen ist mit rund 30% Anteil das am häufigsten in unserem Körper vorkommende Protein. Von dem sogenannten Strukturprotein gibt es 28 verschiedene Typen, die jeweils unterschiedliche Gerüste bilden und mit ihrer Struktur unserem Bindegewebe, unseren Knochen, Gelenken, Knorpeln und Sehnen Halt und Elastizität geben. 

Unser Körper produziert Kollagen selbst und benötigt dafür unterschiedliche Aminosäuren. Mit zunehmendem Alter, genauer gesagt bereits ab dem 28. Lebensjahr, nimmt die körpereigene Kollagenproduktion Schritt für Schritt ab.

Infobox: Auch äußere Faktoren wie Stress oder Rauchen können unsere Kollagenproduktion mindern

Ist Kollagen wirklich gut für die Gelenke?

Während Kollagenprodukte schon länger eine wichtige Rolle in der Schönheitsindustrie spielen, richtet sich der Fokus mehr und mehr auch auf die Wirkung von Kollagen für die Gelenke.

Mehrere wissenschaftliche Studien widmeten sich jüngst den Auswirkungen von Kollagen für unsere Knorpel und den Knorpelaufbau, sowie der Effizienz von Kollagen gegen Arthrose. (1, 2,3)

So widmete sich eine Studie aus den USA (2) gezielt den Vorteilen von Kollagen bei Arthrose. Roland Moskowitz, Professor für Orthopädie an der amerikanischen Case Western University untersuchte dazu die Einnahme von Placebos im Vergleich zu Kollagenpräparaten an arthritischen Patienten und konnte bereits nach zwei Wochen erste schmerzlindernde Wirkungen der Kollagenpräparate nachweisen. 

Insgesamt konnten alle Studien eine Besserung durch die Einnahme von Kollagen belegen. 

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Hilft Kollagen bei Arthrose? 

Kollagen konnte sich in der umfangreichen Studie von Professor Moskowitz also als effizient bei der Behandlung von Arthrose herausstellen. Dabei stellte sich bereits nach zwei Wochen eine schmerzlindernde Wirkung ein. Betrachten wir, wie Arthrose für gewöhnlich entsteht bzw begünstigt wird, erscheint das auch plausibel. 

Arthrose ist im Prinzip nichts anderes als ein Gelenkverschleiss, der durch Übergewicht und falsche Ernährung begünstigt wird. Die meisten von uns ernähren sich viel zu fettreich und nehmen zwar Proteine, nicht aber die Aminosäuren, die für den Knorpelaufbau wichtig sind, zu sich.

Zusätzlich zu dem altersbedingten Abbau des körpereigenen Kollagens gesellt sich daher noch eine unzureichende Versorgung der für die Kollagenbildung wichtigen Aminosäuren wie Prolin, Glycin und Lysin.

Durch die Substituierung von Kollagen mithilfe hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel kann bewirkt werden, dass sich Kollagen wieder im Gelenkknorpel anreichert und die körpereigene Kollagenproduktion besser stimuliert wird. Bei Übergewichtigen sollte dies natürlich immer mit einer Gewichtsabnahme und einer Ernährungsumstellung einhergehen. 

Wie wird Kollagen für die Gelenke dosiert? 

Die oben erwähnten Studien haben dabei ergeben, dass eine optimale Dosierung von Kollagen für die Gelenke bei 2,5 bis 5 Gramm pro Tag liegt. Bei Arthrosepatienten sollte die Dosierung höher ausfallen und 10 Gramm hydrolysiertes Kollagen täglich betragen.

Infobox: Diese Einnahne wird für 8 – 12 Wochen empfohlen, idealerweise für 5 Monate. 

Gibt es Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kollagen für die Gelenke? 

Da es sich bei Kollagen um ein natürliches, auch im Körper vorkommendes Protein handelt, gibt es kaum Nebenwirkungen. Nur in sehr vereinzelten Fällen kann die Einnahme bei besonders empfindlichen Menschen Übelkeit, Schwindel, Bauchschmerzen, Müdigkeit oder Allergien hervorrufen. 

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Worauf muss ich achten, wenn ich Kollagen für die Gelenke kaufe?

Achte beim Kauf von Kollagenprodukten darauf, dass es sich um hochwertiges Kollagen ohne Zusatzstoffe handelt. In dem Produkt sollten keine Nebenstoffe wie Soja Lecithin (also einen Emulgator für bessere Wasserlöslichkeit), Süß- oder Aromastoffe enthalten sein.

So stellst Du sicher, Deinem Körper auch wirklich nur reines Kollagen, nicht aber zugleich ungesunde Nebenprodukte zuzuführen. 

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Wie lange dauert es, bis Kollagen für die Gelenke wirkt?

Die oben erwähnten Studien konnten nachweisen, dass einige Probanten bereits nach zwei Wochen eine erste Besserung erfuhren. Wie schnell das Kollagen aber wirkt, ist individuell unterschiedlich und hängt auch mit der Schwere Deiner Symptomatik und Deines Kollagenmangels zusammen.

Etwas Geduld solltest Du daher mitbringen – rund 8 bis 12 Wochen solltest Du für die Einnahme der Kollagenprodukte mindestens einplanen. 

Fazit 

Kollagen hat einen wissenschaftlich nachgewiesenen Effekt auf Gelenke und Knorpel – und das ist übrigens nicht neu. Schon Hildegard von Bingen wusste im Mittelalter um die Wirkung des Strukturproteins.

Sie empfahl bei Knie- und Gelenkschmerzen den Genuss einer Brühe aus gekochten Kalbsfüßen – denn darin ist Kollagen in besonders hoher Menge enthalten. Auch heute verschreiben Ärzte zunehmend wieder Kollagenpräparate bei Gelenkbeschwerden. 

Quellen:

  • (1)https://www.atlantic-bone-screen.com
  • (2)Deal C, Moskowitz RW. Nutraceuticals as therapeutic agents in osteoarthritis: the role of glucosamine, chondroitin sulfate, and collagen hydrolysate. Rheum Dis Clin North Am 1999;25:379-95
  • (3)The effects of collagen hydrolysate on symptoms of chronic fibromyalgia and temporomandibual joint pain. Gary B. Olson, D.D.S.; Sue Savage. M.B.S., JoAnn Olson, R.P.P. J Cranimandibular practice; 2000

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